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Zwergmangusten in der Heimtierhaltung
 
Zur Haltung dieser Tiere sollte als Erstes das nötige Grundwissen vorhanden sein.
Des Weiteren haben sie einen hohen Raumanspruch.
Sie benötigen also viel Platz und eine geeignete Unterkunft.
 
Bei den Meisten angebotenen Tieren handelt es sich um
Wildfänge oder Nachzuchten von Wildfängen,
die ihre natürliche Scheu gegenüber den Menschen erhalten haben. 
Handzahme Tiere findet man nur sehr selten und meist handelt
es sich hierbei um Handaufzuchten.
Mit viel Geduld gelingt es dem Besitzer meist die Tiere soweit
an sich zu gewöhnen, dass sie sich mühelos beobachten und
versorgen lassen.
Wer jedoch ein Tier sucht, zu dem er einen innigen „Körperkontakt"
aufbauen kann, dem sei im Vorhinein gesagt, dass Mungos keine
„Schmusetiere" sind und in den meisten Fällen den direkten
Körperkontakt zum Menschen scheuen bzw. nur selten zeigen.
Zwergmangusten haben zwar keinen sehr „aufdringlichen"
Körpergeruch, jedoch kann durch die Ausscheidungen
(besonders bei der hautsächlichen Ernährung mit Wirbeltieren, Insekten)
ein deutlicher „Raubtiergeruch" entstehen. 
 
Wer sich also Zwergmangusten halten möchte sollte bedenken,
dass es wunderbare „Beobachtungstiere" sind, die einen
aufgrund ihrer Vielseitigkeit ein interessantes Miteinander
bieten, jedoch keinen allzu großen Wert auf regelmäßige
Kuscheleinheiten legen.
Dennoch sollte und muss man sich täglich mit den Tieren
befassen und ihnen ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten
sowie den unaufdringlichen Kontakt zu „ihrem Menschen" bieten.
 
Wo finde ich Zwergmangusten?
Zwergmangusten werden häufig im Internet von „Hobbyzüchtern"
oder aber als Wildfänge angeboten.
Bei Wildfängen sollte einem bewusst sein, dass diese noch
sehr scheu und auch teilweise aggressiv sein können.
Auch sind Wildfänge häufig parasitenbehastet, was in freier
Natur kein Problem darstellen muss, in der Heimtierhaltung
jedoch sehr unwillkommen ist. Es bietet sich also an,
die Tiere gründlich zu untersuchen und gegebenenfalls
einem TA vorzustellen und/oder antiparasitär zu behandeln.
 
Haltung 

Temperatur und Luftfeuchtigkeit:

Da Zwergmangusten ursprünglich aus Afrika stammen,

wo sie eine hohe Grundtemperatur mit Wärmegefällen gewohnt sind

sollte dies auch in der Heimtierhaltung berücksichtigt werden.

Die Grundtemperatur sollte bei 22-26°C liegen wobei es auch

lokale Wärmestellen von über 30°C geboten werden sollten.

Diese Temperaturen lassen sich durch Spotstrahler gut erreichen.

Auch Heizsteine werden gern angenommen, allerdings sollten

diese stets auf ihre volle Funktion geprüft werden, damit die Tiere

sich nicht an defekten, überhitzten Steinen verbrennen können.

Die Luftfeuchtigkeit sollte nie zu hoch liegen, da diese Tiere

ursprünglich aus der Wüste stammen, wo kaum hohe Luftfeuchte

herrscht. Auch ist darauf zu achten, dass die Tiere und deren

Unterbringung  keiner „Beregnung" oder übermäßigen

Feuchtigkeit/Nässe ausgesetzt sind, da sie stark empfindlich

reagieren können. 

   

Einrichtung:

 

Die Einrichtung des Mungogeheges sollte möglichst abwechslungsreich,

artgerecht und naturnah gehalten sein.

Der Phantasie sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt.

*Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Korkröhren, Bauten ect.

sind absolute Voraussetzung und bieten den Tieren die nötige

Sicherheit.

Die Tiere gelten zwar als Bodenbewohner, klettern jedoch auch

sehr gern und gut.

*Stabile Kletter- und Sprungmöglichkeiten wie Äste,

Baumstämme, Felsenvorsprünge ect. sollten also ebenfalls

zur Verfügung stehen.

*Steinnachbildungen an den Wänden und am Boden können

als Kletter- und Ruheplatz dienen.

 

Als Bodengrund können Sand, Kleintierstreu, Buchenspäne

oder auch Erde, Torf, Steine ect. genommen werden.

Wichtig ist, dass der Bodengrund bei Bedarf leicht zu reinigen

ist und nicht zu sehr auskühlen kann.

 

Da die Tiere sehr reinlich sind, kann ein Entleerungsplatz

angeboten werden. Diesen suchen sich die Tiere meist selbst aus.

Ein mit Sand gefülltes Katzenklo, ein Karton oder Ähnliches

wird nach unserer Erfahrung sehr gern verwendet.

 

Ernährung:

 

In freier Natur ernähren sich die Tiere hauptsächlich von kleinen

Wirbeltieren, Insekten, Eiern und Früchten.

Diese Ernährung sollte in der Heimtierhaltung ebenfalls

aufgegriffen werden.

Um den natürlichen Jagdtrieb zu erhalten sollte grundsätzlich

Lebendfutter angeboten werden.

Zwergmungos sind hervorragende Jäger die sogar mit fast gleichgroßen

Tieren problemlos zurechtkommen und diese erlegen.

Beobachtungen haben ergeben, dass Mungos durchaus keine

Kostverächter sind und auch verendete Tiere und die unterschiedlichsten

Tierarten als Beute akzeptieren.

 

Da es keinen „pauschalen Ernährungsplan" gibt zählen wir hier das

von uns angebotene Nahrungsspektrum auf. Wir versuchen unsere Tiere

möglichst abwechslungsreich zu ernähren und bieten die Meisten

Wirbeltiere und Insekten lebend an.

Unsere Zwergmangusten erhalten bei uns folgendes Nahrungsangebot:

 

Wirbeltiere:

Wir bieten unseren Zwergen eine Vielzahl von Wirbeltieren an.

Auch frisch verstorbene Jungtiere verschiedenen Säuger

(sofern nicht erkrankt) werden gern genommen.

Mäuse (in allen Entwicklungsstadien), Ratten

(Babys, Jungtiere und halb ausgewachsen), Degus und Kücken.

 

Insekten:

Die Palette der Insekten ist sehr breit gefächert! Sofern sie eine

geeignete Größe haben sind Mungos in dieser Hinsicht nicht

wählerisch und nehmen alles an, was ihnen unterkommt.

Bei uns erhalten sie: Heuschrecken (groß und klein), Schaben,

Mehlwürmer, Zophobas, Grillen.

 

Sonstiges:

Des Weiteren bieten wir unseren Tieren:

*frische Herzen (von Huhn, Pute, Gans und Rind)

*Frischfleisch (Geflügel, Wild, Gemischtes vom Hundefleischer)

*Eier (verschiedenen Tiere in unregelmäßigen Abständen)

* ab und an hochwertiges Katzentrockenfutter und

Nassfutter (letzteres nur sehr selten, da wir der Meinung sind,

dass bei der naturnahen Ernährung alle erforderlichen Grundnährstoffe

enthalten sind)

 

©Müller