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Hier findet ihr: 
algBlackJack2.jpg
*Beschreibung* ©
Igelgehege.JPG
*Unterbringung* ©
22016Drake1.jpg
*Einrichtung* ©
*Verhalten* ©
*Stubenreinheit* ©
*Bilder* 
Beschreibung: 
Der afrikanischer Weißbauchigel trägt unter anderem auch noch
die Bezeichnungen:
*Zwergigel,
*Atelerix (erinaceus) albiventris (wissenschaftl.) und
*Pygmy Hedgehog(englisch).
 algBlackJack2.jpg
In der freien Natur kommt er hauptsächlich in Sambia,
Senegal und dem Sudan vor.
Dort bevorzugen sie trockenes Grasland, Savannen und Gärten.
Seit einigen Jahren werden sie allerdings in Amerika und
mittlerweile auch in ganz Europa nachgezüchtet und
gelten als domestizierte Heimtiere.
Ursprüngliche Tiere haben einen dunklen Grundton

(weißer Bauch, dunkle beige -braun bis schwarz gebänderte Stacheln),

während die domestizierten Nachzuchten mittlerweile in den

unterschiedlichsten (neuen) Farbformen zu finden sind.

Weißbauchigel sind vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
BlackJack01.jpg
 
Sie können eine Körpergröße von 15cm -25 cm erreichen,
bei einem Gewicht von durchschnittlich 250g - 650 g.
Nach ca. 2Monaten erreichen sie die Geschlechtsreife,
sollten jedoch erst wesentlich später verpaart werden.
(Es empfiehlt sich ein Mindestalter von 5 1/2Monaten +)
Nach einer Tragzeit von  ca. 35 - 45Tagen bringt die
Igeldame  1 - 10 ( durchschnittlich 3-5) Jungtiere zur Welt.
22016Igelbabys1.jpg
Weißbauchigel haben eine ursprünglich durchschnittliche Lebenserwartung
von ca. 5 - 8 Jahren.
!Leider hat sich die Lebenserwartung aufgrund 
der vielfältigen Nachzucht und Domestizierung neuer Fabrmutationen
auf durchschnittlich 3 bis 5 Jahre herabgesetzt! 
  
Unterbringung: 
*Zur Unterbringung von afrikanischen Weißbauchigeln
sollte als erstes genügend Platz zur Verfügung stehen! 
Die Kleinen legen sehr große Strecken auf ihren nächtlichen
Wegen zurück! 
Ein Terrarium/Gehege mit den (mindest)Maßen
1,50m breit, 0,50m tief und 0,50m hoch muss gegeben sein. 
(wobei weder in Länge noch in der Höhe keine Grenzen gesetzt werden.
Da die Kleinen gerne klettern...allerdings nicht sehr gut - gestaltet das
Ganze bitte absturzsicher!)
!Igel sollten auf keinen Fall in Käfighaltung!

Durch die Gitter entsteht eine Verletzungsgefahr,

zudem kann dort weder eine konstante Temperatur, noch

ein ausreichender Schutz vor Stress (Käfige sind nach allen Seiten offen)
und Zugluft erreicht werden!

Auch verfügen die Käfige meist nicht über die angeforderte Mindestgröße.
Phantasiemässig sind euch in der  Unterbringung der Kleinen keinerlei Grenzen gesetzt! 
 
Wichtig ist, dass eine konstante Temperatur gehalten werden kann:

-ca 22°-28° tagsüber und nachts nicht unter 20°, 

da die Kleinen ab einer Temperatur von 20 - 18° in eine Art "Kältestarre" fallen

und in der Hinsicht auch sehr empfindlich sind!

Am besten erreicht ihr eine konstante Temperatur zum Beispiel mit Heizstrahlern.

Auch kann diverse Technik zum regulieren der Wärme und Dauer eingesetzt werden. (Thermo Control)

(Bitte kein Licht/Wärmelampe als Wärmequelle, denn Igel sind hauptsächlich

dämmerungs - und nachtaktiv und daher sehr lichtempfindlich.

Also bitte nicht wie bsw. Reptilien mit hellem Licht bestrahlen!)

 
 Einrichtung: 

Wie könnt ihr euer Igelgehege/Terrarium am besten einrichten?
Gestaltet das Gehege/Terrarium so abwechslungsreich wie möglich,
denn die Kleinen sind wirklich sehr verspielt und neugierig!

     
 


Was die Igel brauchen ist:
-eine Versteckmöglichkeit

(jedes Igelchen braucht sein eigenes Haus o.ä.)

-einen Wassernapf, einen Futternapf/Teller

(ev. einen extra für Mehlwürmer ect.)
-ev. eine Toilette

- Sandbad

weiterhin:

*geeigneten Bodengrund, das kann sein:

-Kleintierstreu, 

-Bodensubstrat für Reptilien usw... 

...geeignetes findet ihr in guten Zoofachgeschäften.

 

*weiterhin könnt ihr für die Einrichtung nehmen: 

-diverse Röhren/ Tunnel

(Drainageröhren aus dem Bauhaus sind recht günstig im Preis...

...und auch gut zu reinigen) 

-Kuscheltunnel und -häusschen werden auch gerne genommen


-ein Laufrad lehnen wir in unserer Haltung generell ab,

da es nicht dem natürlichen Bewegungsmuster der Tiere entspricht.

Zudem können diese zur Abhängigkeit, Körperfehlhaltungen und 

Verletzungen führen und ersetzen KEINESFALLs den nötigen Auslauf.
Es besteht mittlerweile auch die Möglichkeit den Tieren einen Laufteller anzubieten.
Dieser bietet zumindest eine anatomisch korrektere Haltung.

 
-Klettermöglichkeiten/Wurzeln/Steine

(aber bitte bitte absturzsicher, denn die Kleinen sind

echt lebensmüde, was diese Sachen angeht!) 


-auch eine Schüssel gefüllt mit Sand kann in das Terrarium

gestellt werden, denn ein schönes Sandbad nehmen

die Kleinen auch sehr gern!


Aber Achtung: nehmt bitte KEINEN  Vogelsand,

denn dieser ist in seiner Struktur sehr scharfkantig!

Zu empfehlen wäre:

*Chinchillabadesand

*getrockneter Spielkastensand für Kleinkinder gemischt mit

einem Esslöffel Urgesteinsmehl

(zu erhalten in guten Gartencentern)



Gestaltet es euren Lieben so abwechslungsreich wie nur möglich!
 
Der Auslauf
Weißbäuche sind von Natur aus neugierig und sehr verspielt - sie haben einen enormen Bewegungsdrang! 

Sie wuseln die ganze Nacht durch die Gegend und da ist nichts schlimmer als Langeweile und ungenügender Platz/Lauffläche.
(deshalb ist ein Platz im Schlafzimmer sehr ungeeignet,
da es bei den nächtlichen Erkundungsgängen durchaus

lauter werden kann!)
Igel sollten regelmäßig (!) gesicherten Auslauf bekommen! Manche Besitzer bieten ihren Tieren auch einen Dauerauslauf an. 
  
Verhalten von afrikanischen Weißbauchigeln:
Ihr denkt:
- Igel = pieksige kleine Kugel, die man nur  
mit Handschuhen anfassen kann und die sonst  
gänzlich uninteressant ist?!


Ha! Da kennt ihr aber den afrikanischen Weißbauchigel nicht!!! 
Als erstes muss ich dazu sagen: 
Igel sind natürlich keine Schmuse-und Streicheltiere! 
Sie sind nicht zu vergleichen mit Hunden und Katzen ect.
Aber...
Weißbauchigel können durchaus sehr zahm und zutraulich werden! 
Natürlich kommt es immer auf das Tier und dessen Charakter an.

Und: Weißbäuche sind sehr intelligent! 
So erkennen sie z.B. den Unterschied zwischen 
"ihrem Menschen" und einem Fremden.


Wenn man sich richtig mit seinem Igelchen beschäftigt, 
wird es schnell sehr zutraulich.  
Gerade die afrikanischen Weißbauchigel sind dafür bekannt, 
dass sie sich nur selten einkugeln und schnell
Vertrauen zum Menschen finden!
Unsere Hoglets werden von Anfang an daran gewöhnt
in die Hand genommen und angefasst zu werden. 
Dadurch sind sie auch anderen Menschen gegenüber
viel aufgeschlossener, als z.B. Igel, die von Anfang an
in Ruhe gelassen wurden!
Man sagt, dass die Hoglets viel vom Charakter ihrer Eltern mitbekommen.
Dies bedeutet, dass wenn die Elterntiere bereits
sehr zahm und zutraulich waren, werden es die Kleinen meist auch.
- aber das ist Auslegungssache! 
Dies ist unter anderem auch der Grund, warum man Igel
"nach ihrem Charakter" verpaart!. Aber dennoch keine Garantie dafür,
dass die Nachzuchten auch super zahm werden.
Manche Igel genießen sogar regelrecht ihre
„Streichel- und Schmuseeinheiten".
Wir möchten dennoch darauf hinweisen, dass dem Tier niemals ein
solches Verhalten aufgezwungen oder gar "antrainiert" werden sollte!
Bitte lasst den Igel selbst entscheiden, wieviel "Zuneigung" er wirklich möchte.
Wenn Igelchen richtig zahm sind, dann legen sie ihre Stacheln 
zurück und man kann sie streicheln.
Wenn ein Igelchen volles Vertrauen in dich hat, dann darfst du es
sogar an der Stirn, im Gesicht und am Näschen berühren
(praktisch die empfindlichsten Stellen) 
Ihr seht, ein Igelchen kann durchaus auch "Berührungsfreuden"
bringen. Seid euch aber bitte bewusst,
dass es keine Garantie dafür gibt, dass jedes Igelchen
zahm wird! Es kommt immer ganz auf den Igel selbst
an und natürlich auch auf äußere Faktoren.
Mal von ihrer "Zahmheit" abgesehen sind Weißbauchigel
auch recht neugierige Gesellen und nichts ist vor ihnen sicher ;) 
Es ist so interressant, die Kleinen bei ihren
Streifzügen durch die Wohnung oder das Gehege/Terrarium
zu beobachten!


Je nachdem, was es alles zu entdecken oder zum spielen gibt,
vertreiben sie sich allein oder zusammen damit die Zeit.

Sie spielen manchmal sogar richtig miteinander oder mit einem Bällchen ect.


Um eins zu erwähnen, Igel sind keine Nagetiere!
(Wie oftmals fälschlich angenommen)
So kann man sie getrost die Wohnung erkunden lassen,
ohne Angst um seine Kabel, Möbel und Sonstiges haben zu müssen.
Allerdings beißen sie auch gerne mal in den Teppich,
herumliegende Wäsche oder gar Zehen.
Sie können aber ebenso gut auch mal zum Dieb werden
und schleppen mit Vorliebe Sachen durch die Gegend!
Hausschuhe, Spielzeug und was da sonst noch so rumliegt. 
(wirklich putzig mit anzuschauen - Da kann man gar nicht böse sein!) 
Auch sind sie von Natur aus sehr reinlich.
Dies kann man ausnutzen, um sie an eine Toilette zu gewöhnen.


Ihr seht, mit Weißbäuchen wird es nie langweilig. 
Und sie sind lange nicht so uninterressant, wie man denkt. 
Sie sind liebevolle kleine Zeitgenossen, mit einem großen
Herzen und viel Verstand!


Wenn du richtig mit deinem Igelchen umgehst, 
dann kann es eine tiefe Freundschaft auf Lebenszeit
(leider nur die des Igelchens) werden! 
Stubenreinheit: 
Auch hier kommt es auf jedes einzelne Tier an.
Von Natur aus sind die Kleinen absolut reinliche Tiere.
Sie machen meistens nur in eine bestimmte Ecke, oder auf eine 
bestimmte Stelle (ähnlich wie bei Frettchen).

Das kann man natürlich ausnutzen!  
Ein kleines Klo an der richtigen Stelle platziert und: tada
- stubenreine Igelchen!!!
Die Tiere lernen wirklich schnell, besonders wenn sie es
von Klein auf an kennen!
Es gibt allerdings immer "Kandidaten" die es einfach
nicht lernen wollen.
Also kann man leider keine Garantie geben, dass es bei
jedem Igelchen mit der Stubenreinheit klappt! 
 
Anmerkung: 
Immer wieder bekomme ich Kommentare wie 
 "Aber Igel stinken doch so sehr!" 
Derartige Kommentare kommen meistens von solchen Menschen,
die irgendwann einmal einen europäischen Igel
mit nach Hause genommen haben und überwintern ließen,
oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der mal einen Euroigel überwinterte. 
In diesem Falle, wie in vielen anderen auch, läßt sich der Weißbauchigel nicht
mit seinem europäischen Verwandten vergleichen.
Zum einen
- afrikanische Weißbauchigel STINKEN NICHT! 
Zumindest nicht bei richtiger Ernährung und der
nötigen Grundhygiene.
Sicherlich haben sie (wie jedes Tier) einen bestimmten
Eigengeruch, der allerdings nicht sehr aufdringlich
(für die meisten kaum wahrnehmbar) ist. 
Zum anderen sind Europäer und WBI schon allein von den Ansprüchen her grundverschieden.
Daher riechen die Ausscheidungen der beiden durch die unterschiedliche Ernährung bereits anders.
Und ja: frischer Kot riecht (bei jedem Lebewesen) allerdings beim Europäer wesentlich intensiver.
Auch sind WBI domestizierte Heimtiere, was ihren geruch durch andere Haltung,
Pflege und Lebensweise kaum wahrnehmbar macht.  
  

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