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Die Bartagame (Pogona vitticeps)


Bartagamen sind mittlerweile weit verbreitete und beliebte Pfleglinge.

Ihren Ursprung haben diese schönen Tiere in den Wüsten Australiens.

Es gibt mehrere Unterarten 
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Östliche Bartagame (Pogona barbata)
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Zwergbartagame (Pogona henrylawsoni)
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Kimberley-Bartagame (Pogona microlepidota)
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Kleine Bartagame (Pogona minima)
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Westliche Bartagame (Pogona minor)
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Mitchells Bartagame (Pogona mitchelli)
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Nullarbor-Bartagame (Pogona nullarbor

Wir befassen uns hier ausschließlich mit der
Streifenköpfigen Bartagame (Pogona vitticeps)!

Diese unterliegt keinem Schutzstatus!


Haltung:

Bartagamen sollten ein ihrer Größe angepasstes Wüstenterrarium als Lebensraum geboten bekommen!

Man berechnet die Terarriengröße für 2 Tiere wie folgt:
Kopf-Rumpf Länge des Tieres mal 5(L) x 4(B) x 3(H).
Für jedes weitere Tier sollte die Grundfläche um je 15% vergrößert werden!

Die Temperaturen sollten am Tag um die 28-35°C liegen, lokale Temperaturschwankungen können gegeben sein. Eine Sonnenstelle die eine Temperatur bis 50°C aufweist  und Schattenstellen bis höchstens 30°C sollten eingerichtet werden!
Nachtabsenkung von 20-18°C. 

Ernährung:

Bartagamen ernähren sich sowohl tierisch als auch vegetarisch.

Bei Jungtieren liegt der Anteil der tierischen Nahrung bei ca. 80% wobei es sich bei adulten Tieren eher umkehrt!
Diese ernähren sich im Alter vorwiegend vegetarisch!
Einige Jungtiere nehmen nur ungern vegetarische Kost zu sich. Aufgrund der Vitamine in pflanzlicher Nahrung sollte diese jedoch immer angeboten werden!

Bei der Auswahl ihres Futters sind sie nicht besonders wählerisch, allerdings schießen sich einige Tiere gern auf ein bestimmtes Futter ein!

pflanzliche Nahrung:

Diese sollte täglich in entsprechender Menge angeboten werden! 
Hierzu zählt Salat, Gemüse, Kräuter und in geringen Mengen Obst.

Folgendes kann verfüttert werden:

-ohne Mengenbegrenzung-
Acker- und Zaunwinde, Ahorn, Beeren (z.B. Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren), Blattsalat (wenig Nährwert), Brennessel samt Blüten, Broccoli (in kleinen Mengen), Dahlien (Blätter und Blüten), Endivie, Gänseblümchen, Giersch, Gurke (wenig Nährwert), Hagebuttenblüten, Haselnuss- und Weinblätter, Hibiskus, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Keimlinge jeder Art, Klee, Kresse, Kürbis (ohne Schale und Kerne), Löwenzahn, Mango, Melone (ohne Schale und Kerne), Papaya, Pastinaken, Petunienblüten, Ringelblume, Rosenblätter, Rote Beete, Ruccola, Stiefmütterchen, Taubnessel,ungiftige Wildkräuter, Veilchen, Vergissmeinnicht, Zucchini, Zuckerrübenblätter

-in kleinen Mengen-
Banane, Bohnen, Chinakohl, Feldsalat, Fenchelgrün, Hülsenfrüchte, Kernobst (z.B. Birne, Apfel), Kohlrabiblätter, frischer Mais, Mangold, Paprika, Petersilie, Basilikum u.a. Gewürzkräuter, Porree, Radieschengrün, Rosenkohl, Sellerieblätter, Sternfrucht, Tomaten

-Kräuter-
Basilikum, Bohnenkraut, Brunnenkresse, Dill, Katzenminze, Majoran, Oregano, Petersilie (nur wenig da sehr reich an Oxalsäure), Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Vogelmiere, Zitronenmelisse

-NICHT verfüttert werden darf-
Ananas,Dosenobst und -früchte, Bogenhanf, Brot, Butterblumen, Dracaena, Efeu, Getreide, Reis, Nudeln, Gras, Kartoffeln,Kartoffel- und Tomatenblätter, Kohlrabi,Kohlarten, Mistel, Obstkerne, Oliven, Pilze, Raps, Rhabarber, Sauerampfer, Spinat, Stechapfel, Steinobst, Yuccapalmen, Zitrusfrüchte

tierische Nahrung:

Die Wahl der Futtertiere sollte immer in Größe und Ernährungsgehalt auf das jeweilige Tier abgestimmt sein!
Folgende Futtertiere könen angeboten werden:
*Heuschrecken
*Heimchen
*Grillen
*Zophobas
*Mehlwürmer
*Wachsmaden
*Schaben
*Käfer
*Fliegen
*Schnecken
*Regenwürmer
*Motten
*Babymäuse

Man sollte sein Tier nicht überfüttern! Die richtige Menge findet man durch genaue Beobachtung schnell heraus!
Als Richtlinie kann man sagen, dass Jungtiere ca. 5-6 kleine Futtertiere (z.B Heimchen) am Futtertag bekommen und adulte Tiere ca. 2-3 große Futtertiere (z.B. Heuschrecken).  

Wir geben bieten unseren Tieren ca. 2-3x die Woche Futtertiere an. An den restlichen Tagen steht ihnen 
frisches Grünfutter bzw. Obst zur Verfügung!

Flüssigkeitszufuhr:

Bartagamen nehmen den Großteil ihrer Flüssigkeit über Futtertiere und ihre pflanzliche Kost auf!
Man sieht sie nur selten an der Wasserschale!
Trotzdem sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen, damit die Bartagamen jederzeit ihren Flüssigkeitsbedarf decken können!

Die Winterruhe 

Für die Bartagame ist eine Winterruhe nicht lebensnotwendig, jedoch sollte diese in einer artgerechten Haltung trotzdem gewährleistet werden!

Gerade bei der Zucht der Bartagamen spielt eine Winterruhe eine Rolle, da der Bock nach dieser eine erhöhte „Lust" verspürt!

Auch die Lebenserwartung der Tiere kann durch eine Winterruhe erhöht werden. 

Die Winterruhe ist nicht zu verwechseln mit einem Winterschlaf!

Tiere die einen Winterschlaf halten fahren ihren Kreislauf auf ein Minimum herunter und verbringen den Winter in einem Tiefschlaf, wobei Tiere in der Winterruhe lediglich die kühlere Jahreszeit mit gedämpfterem Kreislauf überbrücken um Ressourcen zu entwickeln.

Auch wird die Winterruhe, anders als beim Winterschlaf, nicht hormonell gesteuert und die Tiere erwachen teilweise um Futter und Wasser zu sich zu nehmen! 

Jungtiere sollten erst ab einem Alter von ca. 4Monaten und entsprechend gutem Gesundheits- und Ernährungszustand eine Winterruhe halten. 

Woran erkenne ich, dass meine Bartagame in Winterruhe möchte? 

Wer seine Tiere lang und richtig kennt, der weiß, wann seine Tiere bereit für eine Winterruhe sind.
Anzeichen für eine bevorstehende Winterruhe sind das Trägerwerden und Zurückziehen der Tiere! Sie sind nicht mehr so aktiv wie sonst, suchen sich eine Unterschlupfmöglichkeit oder liegen häufiger als sonst mit geschlossenen Augen da. 

Die Vorbereitung

Bevor die Tiere in die Winterruhe gehen sollte eine Kotprobe beim Tierarzt eingereicht und überprüft werden, da im Falle einer Erkrankung innerhalb der Winterruhe nicht behandelt werden kann.

Der Darm des Tieres sollte völlig entleert sein. Hierfür sollte man 1-2 Wochen vorher die Fütterung einstellen (hierdurch wird auch die Verbreitung von Parasiten und Bakterien im Magen-Darm Trakt vorgebeugt).

Durch Baden in lauwarmem Wasser kann eine Entleerung des Darmes unterstützt werden.

(Baden bedeutet für das Tier aber auch immer Stress! Also bitte nur, wenn notwendig!) 

Der Beginn der Winterruhe richtet sich individuell nach dem Tier und seinem Rhythmus.

Wir beginnen meist Anfang Oktober mit den Vorbereitungen.

Beleuchtung und Heizung sollte Schritt für Schritt von 14 auf ca. 8Stunden heruntergesetzt werden.

Die Temperatur sollte zwischen 18 und 20°C liegen (Nachtabsenkung bis 15°C kann bestehen).

Durch das Herabsetzen der Temperatur wird auch der Stoffwechsel verlangsamt. Die Fütterung kann jetzt eingestellt werden. 

Durchführung 

Täglich frisches Wasser sollte während der gesamten Zeit  zur Verfügung stehen. 

Die Ruhephase sollte mindestens 6Wochen betragen. Kann jedoch auch wesentlich länger sein. Man sollte sich hierbei nach dem Tier richten. Die Tiere werden nach einer gewissen Zeit meist von allein wieder aktiv. Kann man dies beobachten, kann die Ruhephase langsam ausgeleitet und der normale Rhythmus eingeleitet werden.

Werden sie nach ca. 3-4 Monaten noch immer nicht aktiv, sollte man sie langsam in ihren gewohnten Rhythmus einstellen. 

Wir leiten die Ruhephase meist Mitte/Ende Dezember aus. Hierbei richten wir uns selbstverständlich nach den Tieren. Werden sie früher aktiv, wird früher ausgeleitet, werden sie später aktiv, dann später.

Die Beleuchtung wird wieder eingeschaltet. Anfangs 8Stunden und dann täglich im Viertelstundentakt auf 14 Stunden/Tag.

Die Heizung wird nach Bedarf eingestellt.

©Müller