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Der grüne Baumpython - Morelia viridis


Der grüne Baumpython gehört zur Familie der Boidae (Riesenschlangen) und zur Untergruppe der Pythonidae (Phytonschlangen) sowie zur Gattung der Morelia.

Morelia viridis ist im Anhang B der europäischen Artenschutzverordnung verzeichnet und ist somit melde- und nachweispflichtig! (Nicht genehmigungspflichtig!)

Es gibt mehrere (nicht anerkannte) Unterarten bzw. Farbformen:

Morelia viridis Sorong

Morelia viridis Aru

Morelia viridis Biak

Morelia viridis gehört zu den mittelgroßen Pythonarten.

Sie erreicht eine Länge von ca. 1,30m bis zu max.2,00m.

Sie sind etwas schlanker als andere Riesenschlangenarten und gelten im Allgemeinen als aggressiv.(Meinungen gehen hier auseinander!)

In freier Natur findet man sie auf Irian Jaja, Papua Neuguinea auf einigen umliegenden Inseln und an der Spitze der Halbinsel Australiens (Cape York).

Der natürliche Lebensraum sind die tropischen Regenwälder.

Er lebt arboricol (Baumbewohnend) und ist nur selten am Boden anzutreffen.

Am Tage ruht er (in seiner typischen zusammengerollten Form) im Geäst.

Er ist dämmerungsaktiv und jagt in der Dämmerung und in der Nacht nach Beute.

Er ernährt sich vorwiegend von kleinen Säugetieren, Vögeln, Echsen und Fröschen.

Morelia viridis sind relativ standorttreu. Sie können ihr ganzes Leben (vorrausgesetzt das Nahrungsangebot stimmt) auf ein und demselben Baum oder Strauch verbringen.

Er ist (wie die meisten Schlangenarten auch) ein Einzelgänger.

Sie treffen sich nur zur Paarung. 


Fazit:

 Morelia viridis ist ein eher anspruchsvoller Terrarienpflegling, der auch kleinere Haltungsfehler nicht ganz so leicht „verzeiht".

Jedoch ist die Haltung und Pflege dieser Tiere nicht ganz so schwer wie häufig beschrieben.

Unterarten:

Morelia viridis sorong

Das Idealbild des Sorongbabys:

Es hat eine durchgezogene Zeichnung auf dem Rücken, die sich im Idealfall bei der adulten Form blau färbt!

Die Sorongformen unterscheiden sich in erster Linie durch ihre durchgehend blaue Rückenzeichnung (wobei es auch Tiere gibt die diese Zeichnung vermissen lassen!)

Sie besitzen ebenfalls vereinzelt weiße Schuppen.

Sie können eine Länge von bis zu 1,70 m erreichen und ihr Kopf ist kürzer und kleiner als bei anderen Arten.

Sie gelten als relativ ruhig. 

Morelia viridis aru

Diese Tiere sind hell- bis dunkelgrün (auch blau) und in ihrer Zeichnung zeigen sich weiße und/oder blaue Flecken.

Ihr Schwanz ist im Vergleich zu anderen Formen relativ kurz und stumpf.

Der Kopf wirkt kürzer und rundlicher.

Die Aru-Form ist die Auffälligste der Morelia Arten. 

Morelia viridis biak

Der Biaktyp ist in seiner Färbung äußerst variabel!

Es gibt Tiere die sind überwiegend gelb mit wenig Grünanteil und andere sind komplett grün mit großem gelben Fleck am Kopf.

Er zählt als größter und temperamentvollster Typ des grünen Baumpythons.

Es gibt Exemplare von über 2Metern.

Diese Tiere haben eine extrem ausgeprägte Hinterhauptwölbung.  

Das Terrarium:

Sollte ein Regenwaldterrarium sein.

Es gibt Angaben für der Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien. Diese gelten seit 1997.

Man multipliziert die Körperlänge des Tieres mit den Faktoren:

0,75 x 0,50 x 1,5 (L x B x H) = Mindestmaße des Terrariums.

(Gilt für ein Tier. Bei Paarhaltung sollte 20% der Grundfläche zugerechnet werden. Die Richtwerte sollten nicht mehr als 10% unterschritten werden.)


Wichtig ist jedoch  penibel auf das Terrarienklima zu achten!

Auch sollten genügend Klettermöglichkeiten gegeben sein, denn die Schlangen verharren tagsüber in der typischen Ruhestellung.

 Das Terrarium kann bepflanzt werden.

Für das Tropenklima sind folgende Pflanzenarten geeignet:

Croton-Arten, Philodendron-Arten, Maranta, Asplenium, Schefflera, Dieffenbachia, Scindapsus pictus.
Bromelien und Orchideen
 

Der Bodengrund ist eher nebensächlich. Wichtig ist, dass dieser die Feuchtigkeit gut speichert!

Die Aufzucht:

Jungtiere sollten (unbedingt einzeln!) in kleinen Aufzuchtsbehältern gehalten werden.

Kleine Plastik- oder Glasterrarien (z.B. L 0,20m x B 0,20m x H 0,35m) eignen sich hierfür sehr gut.

Es sollte möglichst steril gehalten werden!

Als Einrichtung ist ausreichend:

*Ein Astersatz (Rankhölzer, Bambushölzer, Papageienleiter ect.)

*Ein Feuchtigkeitsspeicher als Bodengrund (Zellstoff o.ä.)

*Ein Trinkgefäss

Die Temperatur sollte tagsüber bis 30° betragen und nachts auf  ca. 23° abgesengt werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht unter 75% sinken.(Bitte mit gut temperiertem -25°-30°warmen - Wasser sprühen.)

(Schlangenbabys reagieren sehr anfällig auf Abweichungen und eine LF unter diesem Wert! Sie dehydrieren sehr leicht!)

Bei der Aufzucht sollte man darauf achten, dass die Terrariengrößen der zunehmenden Schlangenlänge anzupassen ist.

Im ersten Lebensjahr verdoppelt sich das Gewicht nahezu vierteljährlich.

Die Fütterung sollte wöchentlich mit einem der Größe entsprechendem Futtertier erfolgen.

Eine Beleuchtung sollte ganzjährlich 12Stunden erfolgen. 

Die Häutung: 

Im Gegensatz zu anderen Schlangenarten erkennt man eine bevorstehende Häutung bei diesen Tieren nicht durch weißgraue (trübe) Augen.

Die Augen werden nur leicht grau. Jedoch wirken die Köpfe der Tiere in dieser Zeit geschwollen. Besonders die Schuppen der Nasenöffnung sind auffallend angeschwollen.

Die Farben werden blasser und die Schuppen stehen leicht ab.

Es ist während der Häutungsphase besonders wichtig das Tier täglich direkt zu besprühen.

Ein Versäumnis kann leicht zur „Fetzenhäutung" führen! 

©Müller