guteSeelen@Home   

 



 SUCHE:
 

Besucherzähler



» Helogale parvula1

Afrikanische (südliche) Zwergmanguste
 - Helogale parvula
 
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Mangusten (Herpestidae)
Unterfamilie: Afroasiatische Mangusten (Herpestinae)
Gattung: Zwergmangusten (Helogale parvula)
Art: Südliche Zwergmanguste 
 
Diese aufgeweckten und intelligenten Tiere,
die unter Anderem auch Mungos, Zwergmungos,
 Zwergichneumon oder Manguste genannt werden
sind mittlerweile nicht nur im schönen Südafrika
und in Zoos sondern auch immer häufiger bei
Exotenliebhabern in der Heimtierhaltung zu finden. 
Um ihnen ein artgerechtes Leben bieten zu können
sind vor allem Wissen über deren Haltung,
Lebensgewohnheiten und Pflege notwendig.
Zwergmangusten sind sehr intelligente und sozial
strukturierte Tiere, die ein hohes Maß an Verständnis,
Wissen und Aufmerksamkeit einfordern!
Deshalb und auch aufgrund ihrer hohen Platzansprüche
und weil sie größtenteils nicht handzahm werden sind
diese Tiere nur bedingt für die Heimtierhaltung geeignet. 
Ihr Lebenserwartung beträgt bis zu 9Jahre. 
 
Erscheinungsbild
Helogale parvula gilt als der kleinste Vertreter der Familie
der Mangusten. Sie erreichen eine Körperlänge von 18 - 28 cm
mit einer Schwanzlänge von 14 - 19 cm.
Ihr Gewicht liegt zwischen 200 - 400 g.
Sie besitzen ein dichtes braun bis rötlich braunes Fell,
das vereinzelt auch kleine rotschwarze Punkte aufweist. 
 
Zwergmangusten
in freier Natur 
Helogale parvula sind in freier Natur vorwiegend von Äthiopien bis Angola
und im östlichen Südafrika beheimatet. 
Dort bevorzugen sie offene Busch- und Graslandschaften, Steppengebiete,
lichte Trockenwälder sowie Fells- und Geröllflächen.
Hauptsächlich sind Mangusten Bodenbewohner, die jedoch
auch sehr gut klettern können.
Je nach Nahrungsangebot innerhalb ihres Territoriums ziehen die Tiere
von einem Gebiet zum Anderen, wobei sie sich dabei auf die weniger
heißen Tageszeiten beschränken und während der heißesten Tageszeit
und der Nacht hauptsächlich Termitenhügel bewohnen.
Zwergmangusten „markieren" ihr Gebiet indem sie in einen „Handstand"
gehen und über ihre Gesäßdrüsen die Unterseite von Zweigen,
Ästen und anderen Gegenständen mit ihrer „Geruchsspur" behängen.  
*Um ein Vorurteil ein für allemal auszublenden:
Mungos töten Schlangen NICHT aus purem Vergnügen
bzw zu Nahrungszwecken sondern lediglich wenn sie sich belästigt
oder angegriffen fühlen! Dies dient lediglich der Verteidigung
und kommt auch nicht tagtäglich sondern eher selten vor!
Zwergmangusten sind auch NICHT immun gegen Schlangengift!*
 

Sozialstruktur 

Zwergmangusten besitzen eine außergewöhnliche Sozialstruktur!
Sie leben in größeren Gruppen zwischen 10 und bis zu 40 Tieren.
Diese Gruppe wird von einem so genannten „Alphaweibchen",
einem älteren weiblichen Tier, angeführt.
Diese steht in der Nahrungsfolge an erster Stelle.
Ihr Partner steht neben ihr an zweiter Stelle der Rangordnung.
Diese Beiden bilden das „Alphapaar"!
Diesem dominanten Paar allein ist es vorbehalten für
Nachwuchs zu sorgen, alle übrigen Familienmitglieder
kommen nicht in die Brunst.
Jedem Tier in der Familie ist eine feste Aufgabe zugeteilt!
Jungtiere stehen in der Hierarchie der Gruppe am Höchsten,
was dazu führt, dass sie nicht mit älteren oder stärkeren
Tieren um Nahrung konkurrieren müssen.
Die „Wachedienste" über Nester und Gruppe werden
hauptsächlich von den männlichen Tieren übernommen!
Diese verfügen auch über die umfangreichste Auswahl
von Lauten bzw. über einen allgemein größeren Lautschatz
als die Weibchen. 
 
©Müller