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Der afrikanische Zwergsiebenschläfer


Afrikanische Zwergsiebenschläfer werden auch noch Bilche, Pinselschwanz(bilch), Mausschläfer und Graphiurus genannt.

Diese possierlichen nachtaktiven und flinken Tierchen sind interessante Heimtiere.

Aufgrund ihres filligranen Körperbaus und ihrer Schnelligkeit sind sie nicht immer einfach zu händeln.

Auch desshalb sind sie eher weniger bis gar nicht für Kinder geeignet!

Ihren Ursprung haben diese Tiere in den Wäldern Afrikas südlich der Sahara.

Sie leben größtenteils in und auf Bäumen und sind nur selten zur Futtersuche am Boden zu finden.

Sie können eine Gesamtkörperlänge von 6 bis 9cm erreichen bei einem durchschnittlichen Gewicht von 25 bis 35g.

Die Fellfärbung ist braun bis graubraun, der Unterbauch ist weiß bis grauweiß gefärbt.

Die Lebenserwartung dieser Tiere beträgt in Gefangenschaft rund 5Jahre.

Die Geschlechtsreife erlangen sie mit durchschnittlich 5Monaten.

Nach einer Tragzeit von ca. 22-25Tagen bringen sie 2 bis 6Jungtiere zur Welt.

Die Tiere halten (anders als ihr Name vermuten lässt) keinen Winterschlaf/Winterruhe.

Die Tiere sind absolut nachtaktiv!
Anders als bei anderen nachtaktiven Arten sieht man diese hier meist wirklich erst bei absoluter Dunkelheit! 
Aus unseren Erfahrungen kann ich jedoch berichten, dass wenn der Standort gut gewählt ist (ruhig und dunkel) man sie auch schon eher zu Gesicht bekommt, vor allem wenn es sich um zahme Exemplare handelt!

Für Kinder sind diese Tiere trotz ihres possierlichen Erscheinungsbildes nicht geeignet da sie tagsüber nie zu sehen sind, schwer zu händeln sind und ihre Lebensweise eine erfahrene Haltung vorraussetzt!


Haltung

Zur Unterbringung dieser Tiere eignet sich am Besten eine Voliere oder ein Terrarium.

Wir empfehlen ein Terrarium, da es am besten zu reinigen ist und den nicht unwesentlichen Geruch dieser Tiere bindet.

Oftmals wird ein Mindestmaß von 0,80m x 0,60m x 0,35m angegeben. Wir sind jedoch der Meinung, dass diese Tiere trotz ihrer geringen Körpergröße weitaus mehr Grundfläche für ihre Bedürfnisse benötigen!

Wichtiger als die Tiefe sind hierbei die Höhe der Unterbringung, da die Tiere sich fast ausschließlich kletternd und auf Ästen ect. fortbewegen.

Wir empfehlen eine Höhe ab 1,10m (je höher desto besser).

Entscheidet man sich für eine Voliere sollte man diese am Besten selbst bauen und einen Maschendraht mit einem Höchstabstand der Löcher von 1cm² benutzen.

Beschichtetes Holz eignet sich zum Bau am Besten!

Um den Tieren einen gewissen Schutz und eine Sicherheit zu bieten sollte man die Voliere nicht an allen Seiten offen lassen.

Die Haltung bei Zimmertemperatur ist ausreichend, allerdings sollten die Temperaturen nicht unter 15°C fallen da die Tiere sonst in eine Art Starre verfallen aus der sie nur schwer zu erwecken sind.

Einrichtung



Zur Gestalltung des Lebensraumes sind keine Grenzen gesetzt.
Wichtig für die Tiere sind:

Klettermöglichkeiten wie Äste und Zweige in verschiedenen Größen/Dicken, Kunstpflanzen usw.

Die Klettermöglichkeiten sollten vielzählig und in ausreichenden Höhen angebracht werden, da die Tiere den Großteil ihres Lebens auf Bäumen verbringen.

Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Pflanzen, Nester umgedrehte Tonblumentöpfe, Korkrinde usw.

Da die Tiere nicht wirklich an der Einrichtung nagen kann man durchaus auch echte Pflanzen zur Gestalltung verwenden.

Auch Heu, Stroh und ähnliche Nistmaterialien sollten nicht fehlen!

Man sollte den Tieren ihr Reich so abwechslungsreich wie möglich gestallten!

Standort

Der Standort sollte sorgfältig gewählt werden!
Wichtig ist, dass die Tiere an einem ruhigen, zugfreien dunklen Ort stehen.
Ein ungestörtet Tagschlaf sollte ihnen gegeben sein!

An alltägliche äußere Einflüsse gewöhnen sie sich recht schnell. es sollte aber dennoch darauf geachtet werden, dass die Kleinen nicht ständig neuen Einflüßen ausgesetzt sind da sie sehr stressanfällig sind.

Händling

Die Tiere sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße und Schnelligkeit teilweise schwer zu händeln.
Man sollte sie niemals am Schwanz festhalten da sie diesen abwerfen können und er nicht wieder nachwächst!

Geübte Halter können die Tiere am Nacken fest halten.

Das Anfassen der Tiere sollte sich jedoch nur auf notwendige Situationen beschränken um die Tiere nicht unnötigem Stress auszusetzen!

Diese Tiere sind wunderbar  zum Beobachten geeignet!
Als Kuschel- bzw Schmusetiere sind sie eher ungeeignet und sollten daher nur in erfahrene Hände!

Die Ernährung des afrikanischen Zwergsiebenschläfers

Auch wenn man es aufgrund ihrer Größe manchmal fälschlich annimmt sind diese Kleinen nicht mit "ein wenig" Futter zufrieden sondern fressen erstaunlich viel!

Zum Speiseplan dieser Kleinen gehören sowohl Früchte und Gemüse als auch Exotenfutter, tierische Nahrung/Lebendfutter und diverse andere Futtersorten.

Da jedes Tier einen anderen Geschmack hat ist es kaum  möglich einen allgemein gültigen Futterplan aufzustellen.

Daher stellen wir hier lediglich die Nahrungsmittel vor die unsere Tiere erhalten und mit denen wir gute Erfahrungen gemacht haben bzw. die unsere Tiere bevorzugen.

Als Grundfutter verwenden wir einen Mix aus:
->Igel- oder Beofutter der Firma Claus (Weichfutter)
->Exotenfutter/Nagerfutter
->verschiedene Sorten Katzentrockenfutter

Ebenfalls erhalten sie folgende Obst-und Gemüsesorten:

->Apfel
->Banane
->Birne
->Granatapfel
->Honigmelone
->Kaktusfeige
->Kiwi
->Litschi

Bei Früchten gilt je süßer desto begehrter.

->Salat (nicht zu viel da einige Sorten stark oxalsäurehaltig sind und den tieren schaden können.)
->Gurke
->Kohlrabi

Tierische Nahrung:

->Mehlwürmer
->Heimchen
->andere Futtertiere in entsprechender Größe
->rohes Geflügelfleisch

Wir bieten Lebendfutter ca. 2-4x die Woche an. Die Tiere sind hervorragende Jäger daher bieten wir ihnen die Heimchen und Mehlwürmer lebend an!

Obstquark und Fruchtzwerge, Eier und Samen (z.B Sonnenblumenkerne) werden ebenfalls gerne genommen!

Das Nahrungsspektrum dieser Tiere ist wie man sieht weit gefächert und somit ist eine abwechslungsreiche und artgerechte Ernährung sehr gut möglich!

©Müller